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seit dem 22.3.1999!
Hauptseminar für Studierende im
Hauptstudium ab 5. Semester: Studierende der
Magisterstudiengänge Politikwissenschaft (Haupt- und Nebenfach)
und Politikwissenschaft mit Regionalschwerpunkt Lateinamerika;
Studierende Politikwissenschaft Lehramt; Studierende
Diplomvolkswirt mit Schwerpunkt Regionalstudien/ Voraussetzung
für Teilnahme: Zwischenprüfung/ Erhalt eines Scheins durch
Referat und 2 Arbeitspapieren (á 4-5 Seiten, während des
Semsters, (Klausur) / 2 SWS 
Zeit: Fr 11-13 Uhr Beginn:
16.4.1999 Ort: IfP, Raum 021
Inhalt, Lernziele:
Nach Jahrzehnten anhaltenden Wirtschaftswachstums und einer
forcierten Industrialisierung, die freilich zu enormen sozialen
und regionalen Disparitäten geführt hatte, geriet Brasilien
(wie das übrige Lateinamerika) in den 80er Jahren in eine
umfassende Entwicklungskrise. Der Preis für eine gewisse
Resistenz gegenüber externem Druck bestand in einem
unübersehbaren Reformstau. Erst unter dem vormaligen
Dependencia- Theoretiker Cardoso wurde seit 1994 mit der
konsequenten Aufarbeitung der sich summierenden Reformdefizite
begonnen. Der angestrebten tiefgreifenden Modernisierung stehen
jedoch weiterhin zählebige Blockaden entgegen, die nicht zuletzt
aus den Besonderheiten des politischen Systems resultieren. (Es
besteht die Option, diese Lehrveranstaltung als Internet- Seminar
zu organisieren.)
Pflichtlektüre:
Sevilla, Rafael/ Ribeiro, Darcy 1995: Brasilien: Land der
Zukunft? Unkel/ Bad Honnef.
Meyer-Stamer, Jörg 1995: Brasilien: Strukturanpassung ohne
Stabilisierung, in: Betz, Joachim (Hrsg.): Politische
Restriktionen von Strukturanpassungsprozessen in
Entwicklungsländern, Hamburg, 183-221.